zuletzt aktualisiert: 17. September 2026 14:03 Uhr
Ein Tag, der zum Nachdenken anregte
Am 10. September stand für den Jahrgang 9 ein wichtiges Thema im Mittelpunkt: Alkohol und seine Folgen. In verschiedenen Aktionen setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema auseinander, tauschten Erfahrungen und Meinungen aus und wurden für die Gefahren des Alkoholkonsums sensibilisiert.
Der Projekttag begann im ersten Block auf dem Schulhof mit einem besonderen Erlebnis: Promillebrillen simulierten unterschiedliche Grade der Trunkenheit. Ausgestattet mit den Brillen mussten die Schülerinnen und Schüler einen Parcours bewältigen. Dabei hieß es unter anderem: gerade gehen, einen Schlängellauf absolvieren, einen Ball werfen oder ein Fahrradschloss öffnen. Was im nüchternen Zustand ganz einfach erscheint, wurde plötzlich zu einer echten Herausforderung. Die Übungen machten auf anschauliche Weise deutlich, wie stark Alkohol die Wahrnehmung, Koordination und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen kann.
Anschließend ging es in den Klassen weiter. Beim Alltagswissen rund um Alkohol konnten die Jugendlichen ihr Wissen überprüfen, eigene Erfahrungen und Beobachtungen austauschen und unterschiedliche Meinungen diskutieren. Gemeinsam wurden auch Gefahren und mögliche Folgen des Alkoholkonsums herausgearbeitet. Dabei wurde deutlich: Alkohol gehört für viele Jugendliche zum gesellschaftlichen Alltag, gleichzeitig werden seine Risiken jedoch häufig unterschätzt.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war ab 10 Uhr das Theaterstück „Alkohol – Mir geht es gut“ vom Weimarer Kulturexpress. Zwei Schauspielerinnen zeigten eindrucksvoll, wie sich der Weg in eine Alkoholsucht entwickeln kann und welche Auswirkungen übermäßiger Konsum auf das eigene Leben, Beziehungen und die Zukunft haben kann. Die Darstellung war bewusst lebensnah und sollte die Jugendlichen dazu bringen, über ihr eigenes Verhalten und den Umgang mit Alkohol nachzudenken.
Die Schülerinnen und Schüler setzten sich anschließend auch kritisch mit der Aufführung auseinander. So wurde beispielsweise angemerkt, dass die Kulisse für eine so große Schülergruppe etwas knapp bemessen war und sich einige Jugendliche mehr Schauspielerinnen und Schauspieler gewünscht hätten. Gleichzeitig waren sich viele einig: Die Botschaft des Stückes kam an und regte zum Nachdenken an.
Zum Abschluss wurde der gesamte Projekttag gemeinsam ausgewertet. Die Jugendlichen sprachen über ihre Eindrücke, die Erfahrungen mit den Promillebrillen und das Theaterstück. Dabei wurde deutlich, dass das Thema Alkohol viele Fragen aufwirft und eine offene Auseinandersetzung damit wichtig ist.
Insgesamt war es ein spannender und abwechslungsreicher Projekttag, der nicht nur Wissen vermittelte, sondern vor allem eines bewirken sollte: genauer hinzuschauen, Risiken zu erkennen und sich eine eigene Meinung zum Umgang mit Alkohol zu bilden.
